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Sunday, August 21, 2016
Sprache, Wittgenstein, associations
"Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt." Ludwig Wittgenstein
I feel a bit of pity for Mr. Wittgenstein.
Does he mean his world as can be communicated within convention
between humans of one specific social background or does he really mean his world?
Systemology bores me quickly, it appears useless within my life, and here i mean the process of
inventing new terms and perspectives for and within closed systems. because with his world as above he defines a closed system. no?
easily i can see the importance of analysis of communication as it always also deals with
communication with oneself in a socio-cultural, psychological and historic context:
this context needs deconstruction so we can walk out and open systems
and see new ways out of our obsessed and ghostlike minds.
secondly we need this deconstruction to find to freedom from domination,
from oppressive concepts in which we all had been held for long since childhood.
we need it to analyze our social situations, in politics, in the office, at home.
we need or at least i need to see myself in relation to my dependence and interdependence,
to my freedom and my mortality. i wish to see me in my place as free of set phrases as ever will be possible
and in all modesty: i need my balance point from where i can criticize myself and smile about me.
this balance point is not fixed nor defined: it changes as much as i move and do.
language is living, alive as we are and exists within a changing and living context.
can we walk out of language ? then we can indeed walk out of our mind.
communication is also what we do not say but may express and or experience
with body language, with kisses, with pauses, with rhythm and with talking about something else.
what really disturbs in such sentences as above that there is more to my world
than my multi-structured restless mind and my archetype - influenced soul, my stream of emotions,
my physical limitations: there is a center out of which we can radiate and grow.
language cannot find it, searching and finding the end of language can point us on a way.
but there will be no formula.
now, this is a chaotic and subjective interpretation and associations out of context
to one single phrase from this philosopher, all background removed.
i think this is good:
take away the clothes, then you are either near or very far away.
I am near me and each day nearer death, this is quite enough to me,
i do not wish to spend time within closed systems of thought and analytic
tools which at best take away my awareness of life, of suffering, of joy,
of love and of the center out of which i try to live to my best ability
which is in fact a lot of work already.
reading is good, too much reading is ballast.
as a doctor and often near agony and death i learned
to do one thing: to forget.
i have already forgotten what i wrote here.
this is not a sign of dementia, in my opinion it is one
pre-condition for life,sleep, awareness of the present
and of love and death.
Sprache bedeutet Annäherung oder Abwendung, Impuls, Einflussnahme, Kontrolle,
jeder Versuch der Kommunikation bleibt ein Versuch, eine dauernde Erforschung von Kontext,
ein Verharren als auch ein Spiegelkampf im Missverstehen,
Kommunion ist nur ein flüchtiges Erleben, zumeist illusorisch,
jedes Wort ruft ein anderes hervor, Sprache ist reaktionär.
Es macht bedeutend mehr Sinn, zusammen den Garten um zu graben, Kaffee zu trinken,
ins Bett zu gehen, sich die Hand zu halten, Liebe zu machen, zu reisen, Tauben zu füttern, zu sehen,
wie der Mond sich im Meer spiegelt und -wo es ein muß- sich über die Straße zu helfen und helfen zu lassen.
Innere Wandlung erfolgt nicht durch Sprache und doch, Sprache verführt, lenkt ab,kann Verhaltensmuster hervorrufen oder verstärken, Floskeln sind hypnotische Befehle wie jeder Werbefachmann es weiß.
Doch innere Freiheit, die Suche und das Sehen und Finden des wesentlichen aus dem Zentrum
des Augenblicks entsteht erst mit der Auflösung der Sprache.
"Die Grenzen meiner Sprache bedeuten den Anfang meines Lebens." Conrad Feder
Sunday, March 11, 2007
Der Seidelbast
Ein Ausritt, selbstverständlich zu Pferd. Märzenbecher leuchten aus dem Moos. Ich sehe Seidelbast, reite weiter. Dann erinnere ich mich, bemerke so zu mir : "das ist Seidelbast".
Es bedeutet oft nicht viel, wenn man etwas benennen kann.
Das Geheimnis des Lebens im Seidelbast drückt sich nicht in einem Wort aus sondern im Seidelbast.
Der Akt des Benennens hätte nur einen Sinn, wenn Seidelbast verwendet werden soll, wenn vor Seidelbast gewarnt oder wenn Seidelbast als nützlich bezeichnet werden soll.
Eindeutig kann so Sprache der Erkenntnis des Wesens der Dinge im Weg stehen.
Es wird Frühling, mit allem was das bedeutet.
Seidelbast ist ein Zeichen, blüht zwischen totem Geäst.
Ich frage mich, ob es mir gleichgültig ist, welchen Weg ich nehme, wenn ich nur da ankomme, wo ich sein möchte. Nein, ich möchte da sein, wo mein Weg ist, in der Bewegung sein, wenn doch selbst das Ruhen nur eine andere Art der Bewegung ist, in der Ruhe bleiben, wenn doch Bewegung nur eine andere Art der Ruhe ist. Nicht nur irgendwo irgendwann sein, sondern jetzt da sein. Auf dem Weg zu meinen Zielen will ich da sein. In der Bewegung will ich ruhen. Der Weg ist nicht mein Ziel, der Weg ist mein ganzes Leben.
Es bedeutet oft nicht viel, wenn man etwas benennen kann.
Das Geheimnis des Lebens im Seidelbast drückt sich nicht in einem Wort aus sondern im Seidelbast.
Der Akt des Benennens hätte nur einen Sinn, wenn Seidelbast verwendet werden soll, wenn vor Seidelbast gewarnt oder wenn Seidelbast als nützlich bezeichnet werden soll.
Eindeutig kann so Sprache der Erkenntnis des Wesens der Dinge im Weg stehen.
Es wird Frühling, mit allem was das bedeutet.
Seidelbast ist ein Zeichen, blüht zwischen totem Geäst.
Ich frage mich, ob es mir gleichgültig ist, welchen Weg ich nehme, wenn ich nur da ankomme, wo ich sein möchte. Nein, ich möchte da sein, wo mein Weg ist, in der Bewegung sein, wenn doch selbst das Ruhen nur eine andere Art der Bewegung ist, in der Ruhe bleiben, wenn doch Bewegung nur eine andere Art der Ruhe ist. Nicht nur irgendwo irgendwann sein, sondern jetzt da sein. Auf dem Weg zu meinen Zielen will ich da sein. In der Bewegung will ich ruhen. Der Weg ist nicht mein Ziel, der Weg ist mein ganzes Leben.
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