"Eine trächtige Löwin stiess eines Tages auf eine Schafherde und griff eines der Tiere an. Doch diese Anstrengung war zuviel für sie: Das Löwenbaby kam zur Welt, seine Mutter starb. Die Schafe nahmen das Kleine an und zogen es auf; ihrem Beispiel folgend frass es Gras und blökte. Auch als dieser prächtige, starke Löwe erwachsen wurde, meinte er immer noch, er sei ein Schaf.
Eines Tages kam ein anderer Löwe in diese Gegend und war sehr erstaunt, einen Artgenossen friedlich inmitten der Schafe zu sehen. Er wollte sich ihm nähern, doch wie die anderen Schafe flüchtete auch der Schaf-Löwe. Mehrmals versuchte es der Löwe noch, doch der andere versteckte sich jedes Mal.
Eines Morgens überraschte er ihn endlich im Schlaf und bevor er fliehen konnte, sagte er zu ihm: “Du bist doch ein Löwe, warum fürchtest du dich vor mir?”
“Ich bin ein Schaf”, entgegnete der andere blökend.
Der Löwe konnte ihn schliesslich davon überzeugen, mit ihm zu einem See zu gehen. “Schau ins Wasser”, forderte er ihn da auf, “ist dein Spiegelbild nicht etwa gleich wie meines?”
Der immer noch verängstigte Schaf-Löwe schaute hinein und augenblicklich erkannte er die Wahrheit. Er brüllte los und blökte nie wieder."
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Sunday, January 9, 2011
Thursday, December 30, 2010
Aus dem Land der schlafenden Löwen:" Einsamer nie"
„Aus dem Land der schlafenden Löwen“:
Einsamer nie
Einsamer nie,
unter den Wurzeln der Nussbäume,
vergraben in der feuchten Erde,
die Wühlmäuse nagen an mir
Einsamer nie, weg mit dem Wind,
der die gelben Blätter wirbelt.
Hoch über den Wolken,
lose ,losgelöst vom Land
Einsamer nie, auf dem Meeresgrund
in der schwarzen Tiefe, allein.
Um mich ein fremdes Leuchten
in tonnenschwerer Nacht
Einsamer nie,
ich bin das Rauschen in Muscheln,
ein Wispern in alten Bäumen
und ein Murmeln in deinen Träumen
Einsamer nie,
wenn ich an dich denke,
denk ich an alles, was mich hält.
Ich warte, ob ein Stern vom Himmel fällt.
Einsamer nie, mit Menschen
scheinbar wie ich und wie Du.
Ich schau Ihnen zu,
sie essen und trinken und reden:
wozu?
Einsamer nie, es ist kalt,
was nicht weiß ist, ist schmutzig.
Ich finde Spuren im Schnee,
ganz ehrlich, es tut weh
Einsamer nie, die Krähen schreien,
sie fliegen zu ihrem Krähenbaum.
Ich geh in mein Haus,
such meinen Traum.
Einsamer nie,
ich male ein Bild von Dir
doch ähnelt es mir:
du bist schon fort
Einsamer nie
Einsamer nie,
unter den Wurzeln der Nussbäume,
vergraben in der feuchten Erde,
die Wühlmäuse nagen an mir
Einsamer nie, weg mit dem Wind,
der die gelben Blätter wirbelt.
Hoch über den Wolken,
lose ,losgelöst vom Land
Einsamer nie, auf dem Meeresgrund
in der schwarzen Tiefe, allein.
Um mich ein fremdes Leuchten
in tonnenschwerer Nacht
Einsamer nie,
ich bin das Rauschen in Muscheln,
ein Wispern in alten Bäumen
und ein Murmeln in deinen Träumen
Einsamer nie,
wenn ich an dich denke,
denk ich an alles, was mich hält.
Ich warte, ob ein Stern vom Himmel fällt.
Einsamer nie, mit Menschen
scheinbar wie ich und wie Du.
Ich schau Ihnen zu,
sie essen und trinken und reden:
wozu?
Einsamer nie, es ist kalt,
was nicht weiß ist, ist schmutzig.
Ich finde Spuren im Schnee,
ganz ehrlich, es tut weh
Einsamer nie, die Krähen schreien,
sie fliegen zu ihrem Krähenbaum.
Ich geh in mein Haus,
such meinen Traum.
Einsamer nie,
ich male ein Bild von Dir
doch ähnelt es mir:
du bist schon fort
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