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Saturday, February 24, 2007
In prison
"Es ist keiner im Knast. Das ist zu wenig," stellte Doc M. fest. Ich brüllte vor Lachen. Er hat recht. Ab mit dem Odem des Bösen, Viren, Pestilenz, schlimme Wünsche, ich blase euch in einen Ballon, gemacht aus allen Billy Boys der Welt. Ein Schatten fällt auf die Erde, und ich blase und blase. Alle Emanationen meiner dunkelsten Welten stürzen zusammen in dieses überblähte Riesending, und dann reißt die Düsternis auf; mit 333 Metern/Sekunde erreicht mich ein ohrenbetäubender Knall, dann ein Nachgrollen und ein Rumpeln um mich. Es wird still. Der Ballon ist geplatzt. Mein Kopf ist frei. Noch ein Bier, Doc M.?
Thursday, February 22, 2007
invitation for a blogger
Hi doc, ich würd dir gerne einen link geben und dich hier einbloggen. Deine pervertiert fehlschraubenden ausgebohrten Hirnwindungen gehören hierher. Lass die Spielchen, M. ! Die Sache ist weit weniger harmlos, als du dir das vormachen willst. Das glaubt ja doch keiner. Du und Handwerker! Vielleicht beim Wildschweine verarbeiten, Meister Asterix! Sogar dein Edel-Idefix blickt das besser. Heiler bleibt Heiler, Guru bleibt Guru, und die sagen alle, alle, dass sie das nicht wollen. Mann, erzähl uns keinen vom Pferd! Das mach ich. Blog dich ein, leg los und erzähl uns ein paar verdammt gute Geschichten!
dark rider
Meister Ching-Chang-Chung sagt, dass die Wurzel aus der Konstanz sexueller Frustration im Quadrat in Minus-Watt mal dem Quadrat der Energieverarmung in Minus-Joule eine umgekehrt proportionale Zunahme der Erderwärmung innerhalb vorstellbarer Grenzen in Plus-Fahrenheit zur Folge hat. V. meint, daß sie prinzipiell nicht mit verheirateten Männern ausgeht. Mir ist dies fast gleichgültig, da es meiner Frau besser geht. Dark Rider sagt, dass ich immer Lügen erzähle. Ich kenne ihn gut, diesen Hund. Er ist viel schlimmer, als ich ihn sein lassen dürfte. Bestimmt ist er wieder unterwegs zu den Nutten! Ich weiß genau, wo er wohnt. Eines Tages werde ich in sein Haus einbrechen, seine Kaffeedose stehlen und einen "I see you" - sticker an seine Kühlschranktür kleben. Er sollte sich schämen in seinem Alter. Wie kann er mir das antun, und wer lügt hier?
Wednesday, February 21, 2007
My home in Sardinia-Kreative Halluzination
Produktives Köpfen, ja, habe angefangen, die Tageszeitungen anders zu verstehen.
Am Fenster blühen noch die Geranien vom letzten Jahr, aber wen hier interessiert das schon? Habe diesen Blumen den ganzen lahmen Winter immer wieder mal ein wenig Wasser gegeben; hat anscheinend nichts geschadet. Ich sollte auch mehr trinken. Wenn ich in der Badewanne liege, kann ich mein Haus auf Sardinien sehen. Die Agaven, Korkeichen, die weissen Hauswände, das Flirren der Hitze, den Brunnen, das Mandelbäumchen, und dann beginne ich, die Zikaden zwischen den Myrthenbüschen zu hören, ich rieche den Duft des Rosmarins. Ich erinnere mich, wie ich meinen Lottogewinn fast vollständig für diesen Traum drangeben hatte müssen. Die Badewanne steht auf der herbsten Schwäbischen Alb, den Lottogewinn hat es nie gegeben. Aber das Haus hat eine eigene vergängliche Realität so wie andere davor, so wie ich selbst, der vielleicht von irgendjemand geträumt wird. Ich bin vielleicht nur ein Ton im Kosmos, das irrre Summen eines weinreichen Stolperers, die schrille Moritat eines wolkenreitenden Bänkelsängers, der frohe Ruf einer Klarinette, die starke Stimme eines wilden Windes. Ich bin vielleicht nur ein tanzender schillernder Klang, ein Spiralwirbel aus Doppel-DNS, der sich durchs All dreht. All diese Gärten aus Vorstellungen zu betreten macht doch viel mehr Spass, als sich die Zehennägel zu schneiden, in den Spiegel zu schauen, seine eigenen Fürze zu ertragen oder sich mit seinen finanziellen Sorgen zu befassen. Jerome Charyn, so sagte mir mein Freund Martin, meine, dass die Kunst der kreativen Halluzination sein Leben erst lebenswert mache. Ich meine, dass so erst Transzendenzfähigkeit entsteht, auch wenn dies zu ungunsten von Transparenz geschehen mag. Im Rahmen meiner Möglichkeiten habe ich mich klar ausgedrückt. Meine Badewanne ist fast kalt.
Am Fenster blühen noch die Geranien vom letzten Jahr, aber wen hier interessiert das schon? Habe diesen Blumen den ganzen lahmen Winter immer wieder mal ein wenig Wasser gegeben; hat anscheinend nichts geschadet. Ich sollte auch mehr trinken. Wenn ich in der Badewanne liege, kann ich mein Haus auf Sardinien sehen. Die Agaven, Korkeichen, die weissen Hauswände, das Flirren der Hitze, den Brunnen, das Mandelbäumchen, und dann beginne ich, die Zikaden zwischen den Myrthenbüschen zu hören, ich rieche den Duft des Rosmarins. Ich erinnere mich, wie ich meinen Lottogewinn fast vollständig für diesen Traum drangeben hatte müssen. Die Badewanne steht auf der herbsten Schwäbischen Alb, den Lottogewinn hat es nie gegeben. Aber das Haus hat eine eigene vergängliche Realität so wie andere davor, so wie ich selbst, der vielleicht von irgendjemand geträumt wird. Ich bin vielleicht nur ein Ton im Kosmos, das irrre Summen eines weinreichen Stolperers, die schrille Moritat eines wolkenreitenden Bänkelsängers, der frohe Ruf einer Klarinette, die starke Stimme eines wilden Windes. Ich bin vielleicht nur ein tanzender schillernder Klang, ein Spiralwirbel aus Doppel-DNS, der sich durchs All dreht. All diese Gärten aus Vorstellungen zu betreten macht doch viel mehr Spass, als sich die Zehennägel zu schneiden, in den Spiegel zu schauen, seine eigenen Fürze zu ertragen oder sich mit seinen finanziellen Sorgen zu befassen. Jerome Charyn, so sagte mir mein Freund Martin, meine, dass die Kunst der kreativen Halluzination sein Leben erst lebenswert mache. Ich meine, dass so erst Transzendenzfähigkeit entsteht, auch wenn dies zu ungunsten von Transparenz geschehen mag. Im Rahmen meiner Möglichkeiten habe ich mich klar ausgedrückt. Meine Badewanne ist fast kalt.
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