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Monday, July 30, 2007

bored blogger from Paris airport

I missed my flight, arrived too late from Aberdeen. Waiting to go to Stuttgart. Good to read T.S.Eliot in the net. Good to have a credit card.
Mildly good to enjoy the luxury of boredom for some rare hours. I can't complain.

When I close my eyes I see these other eyes. I see the falcon losing its tracks in the wide and high skies over the Kasakh steppes, far away hills rolling under distant clouds, smoke from fireplaces rising in fading spirals. I hear the cry of the falcon, the murmuring swell of the long grass, and I feel the clear water cool on my forehead as it flows towards me out of your eyes.

I close mine, and I let go.

I have never been to Kazakhstan.

Saturday, March 17, 2007

Sydney's, aus "Joanna und die Killer"

Sydney ´s
Aus der Speisekarte: “Chateau Xanadu Semillon 1998”
Western Australia (Margaret River)
“Wundervoll trockener Wein, der seidenweich
über die Zunge fließt, er hat enorme
Komplexität und ist von betörender Eleganz.
Lagerung in neuen französischen
Eichenfässern. Dieser Wein passt ausgezeichnet
zu Fischgerichten aller Art. Ein Semillon,
der zu den besten in Westaustralien gehört.“


Dazu neuseeländische Green Shell Muscheln
in Kokosnuss – Chili – Limonen – Sud. Eine kleine
Portion. Auf die Bemerkung des Doktors : „und
werde ich davon satt?“ brachte die Bedienung
einen großen Korb Weißbrot.
Das Sidney’s liegt in der Stuttgarter Innenstadt,
Bumerang, Didgeridoo und Bilder mit den Motiven
der australischen Ureinwohner zieren zusammen
mit einem Sandkasten das Restaurant. Das Essen
ist gut, die Portionen sind zu klein.
Die Hintergrundmusik war leise genug und gut,
Didgeridoo und andere europäischere Klänge.
Die Speisekarte mit dem Summer Menu gab es
für sechs Mark zu kaufen. Die Beschreibung
der australischen Weine brachte den Doktor
zum Lachen.
Er fand zum Beispiel auch folgenden Text
oberaffengeil:
„Knappstein Lenswood Chardonnay1997“, South
Australia (Lenswood in den Adelaide Hills),
“Trocken-halbtrocken, duftet nach weißem
Pfirsich und Nektarinen, ein Hauch von
Feigen und mit typisch rauchigen Noten
von getoastetem Holz,weich und cremig
mit einem touch von Butterscotch.“

Ein Gedicht, traumhaft, Klänge aus einem
verwunschenen Garten.

Australische Winzer, dachte der Doktor, müssen
eine Mischung aus Daniel Düsentrieb und Dylan
Thomas in riesigen fruchtbar wuchernden
Weinbergen sein, keine kargen Gogen aus
Tübingen, völlig ohne die schwäbischen Bürden
des Steinlesens und des Güllefahrens. Nein,
diesen Dichterbauern könne man weder
einen schlechten Geruch noch böse Witze
anheften.
Aber insgeheim dachte er auch wieder, ob
diese Jungs nicht nur gute Texter angeheuert hatten.
Ob sie nicht in Wirklichkeit wie besoffene
Kängurus mit verschissenen Unterhosen völlig
verschwitzt durch ihre Weinberge hopsten,
Unkrautsprays auf den Rücken geschnallt,
riesige Spritzpistolen fest in beiden Händen.
Ob nicht bei anderen Hubschrauber
Wolken verheerender, lebensvernichtender und
die Teilung der menschlichen Chromosomen
störender, Missgeburten fördernder
Ungeziefervernichter mit lautem Flügelschlagen
und zischenden Düsen in die grünen Hügel
verteilten?


(für meinen Nachbar im Kurs Palliativmedizin)

Speisekarte, Sydney's

Speisekarte

Summer Menu, Sydney’s, Stuttgart, 2001
Neu
Dessertwein, Penfolds Botrytis Semillon 1998
Diese Trockenbeerenauslese wurde hergestellt aus den vom Edelpilz Botrytis befallenen Semillon - Trauben. Der Wein kombiniert Honigaromen und Geschmack nach Orangen mit wunderbarem Fruchtcharakter. Er passt hervorragend zu Käse und Desserts. Genießen sie eine außergewöhnliche Spezialität


(für meinen Nachbar im Kurs Palliativmedizin)