Heute war ich im Kino. Black Swan.
Dass Talent, eiserne Disziplin und Können gepaart mit Vorstellungskraft
und Hingabe an das Leben, den Tod und die Liebe
zusammen mit einer guten Geschichte meinen Alltag durchdringen können,
mich in eine andere Wirklichkeit nehmen können: ja.
Der Film ist spannend, gut gemacht, er ist gut.
Ballettszenen, Musik, Geschichte: alles gut.
Die Frau: schön.
Aber wie ich jedenfalls sicher weiß:
Schönheit bedeutet nicht alles.
Der Film ist durchdrungen vom Zerrbild einer krankhaften Mutter-Tochter-Beziehung, aus der heraus die Protagonistin sowohl autoagressives Verhalten entwickelt als auch unter zu starkem Erfolgsdruck in eine halluzinative Wirklichkeit mit einer Teilabspaltung ihrer Persönlichkeit abrutscht.
Durch Drogengenuss mit nachhallenden flashbacks findet sie im Bühnentod ihr real blutiges Ende, hat zuvor im Wahn sich selbst aufgeschlitzt.
Ihre erste und ihre letzte Vorstellung,
der Höhepunkt katapultiert sie in eine andere Welt,
in ein unzeitiges aber doch fast glückliches Sterben,
das ihrem gewalttätigen Loslassen folgt.
Schade, aber ein mögliches Ende: das Loslassen, das Erwachsenwerden,
das Weggehen, das Reifen, das "woanders" hingehen,
das kann doch auch Fliegen lernen heissen,
Freude am Leben bedeuten dürfen.
Wenn ein jedes Mal sich hingeben mit dem Tod endet,
dann hätte ich noch mehr Arbeit mit Leichenschaubesuchen.
Und es gäbe weniger Kinder.
Eine unglückliche junge Frau, schön, tragisch, schön tragisch.
Ich überlege noch, was mir dieser Film mehr bedeuten kann,
vielleicht träume ich heute Nacht.
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Saturday, January 22, 2011
Black Swan
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Tübingen
Sunday, January 16, 2011
wenn das unsägliche ans fenster stößt
Wenn das unsägliche ans fenster stößt
Wenn das unsägliche ans fenster stößt
stell ich mich unter die weißen bäume
wo es still wird
Ich bleibe still
wenn die krähen schrein
und wenn der mond satt und gelb
Mit heulenden hunden tanzt
Die grenzen der tage
schliessen mich ein,
wo ich die stunden ende
öffne ich raum
jäh april, schnee tropft
und die weite der himmel schmerzt
tief und blau
im august
mag ich nicht so rund und rot und prall sein
ziehe in wüsten,
wo ich nicht wachsen kann
im oktober
werd ich wach und froh,
auf die lichten Felder,
golden
ich tanze meine träume
unter die weissen bäume,
wo es still wird
Wenn das unsägliche ans fenster stößt
stell ich mich unter die weißen bäume
wo es still wird
Ich bleibe still
wenn die krähen schrein
und wenn der mond satt und gelb
Mit heulenden hunden tanzt
Die grenzen der tage
schliessen mich ein,
wo ich die stunden ende
öffne ich raum
jäh april, schnee tropft
und die weite der himmel schmerzt
tief und blau
im august
mag ich nicht so rund und rot und prall sein
ziehe in wüsten,
wo ich nicht wachsen kann
im oktober
werd ich wach und froh,
auf die lichten Felder,
golden
ich tanze meine träume
unter die weissen bäume,
wo es still wird
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Metamorphosen
Krankheit
Metamorphosen I
Ich bin du bist kein Apfel
ein Apfel ist ein Apfel ist ein Apfel
ist kein Apfel
isst keinen Apfel
Du kannst das
kein Apfel sein
Äpfel essen
und dies alles verstehen
Oder auch gar nichts wissen
ein Teil sein
teilhaben
oder du sein
Oder mit mir sein
oder ohne mich sein
oder nicht da sein
nicht bei dir sein
Ich kann dich träumen
mich träumen
uns träumen
morgens aufwachen
Ich kann festhalten
los lassen
locker halten
stark weg bleiben
Wir können im Wind
aus dem Wind treiben
als kleine Lichtflocken leuchten
und als Staubkörnchen wirbeln
Wir brennen
verbrennen
trinken
ertrinken
Wir wurzeln
sind wurzellos
wir können nicht bleiben
wir ändern uns
Wir gehen
wir vergehen
wir gehen unter
wir gehen hinüber
Metamorphosen I
Ich bin du bist kein Apfel
ein Apfel ist ein Apfel ist ein Apfel
ist kein Apfel
isst keinen Apfel
Du kannst das
kein Apfel sein
Äpfel essen
und dies alles verstehen
Oder auch gar nichts wissen
ein Teil sein
teilhaben
oder du sein
Oder mit mir sein
oder ohne mich sein
oder nicht da sein
nicht bei dir sein
Ich kann dich träumen
mich träumen
uns träumen
morgens aufwachen
Ich kann festhalten
los lassen
locker halten
stark weg bleiben
Wir können im Wind
aus dem Wind treiben
als kleine Lichtflocken leuchten
und als Staubkörnchen wirbeln
Wir brennen
verbrennen
trinken
ertrinken
Wir wurzeln
sind wurzellos
wir können nicht bleiben
wir ändern uns
Wir gehen
wir vergehen
wir gehen unter
wir gehen hinüber
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Triboox: Aus dem Land der schlafenden Löwen
https://www.triboox.de/manuskripte/?scriptid=z8gDXRhW9o43
Hier findet ihr mein Manuskript, mit dem ich am Wettbewerb teilnehme.
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