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Tuesday, March 20, 2007

her hair spread out in fiery points, glowed into words

And other withered stumps of time
Were told upon the walls; staring forms
Leaned out, leaning, hushing the room enclosed.
Footsteps shuffled on the stair.
Under the firelight, under the brush, her hair
Spread out in fiery points
Glowed into words, then would be savagely still.


The Waste Land
T.S.Eliot
1922


In Berwick on Tweed, im Café Nero.
Ich möchte Sie nicht mit The Waste Land
langweilen, aber geht das überhaupt?
Anlässlich eines Kurses in Palliativmedizin
und meines kommenden Geburtstags im
April habe ich T.S. Eliot wieder gefunden.

Hier stürmt es, die Wellen rasen über
das Meer mit Fahnen von Gischt, brechen
über die Fundamente des Leuchtturms, der
Wind ist herrlich, die Luft ist zum Trinken.
Nun schneit es, nachdem vorher das Licht grell
und wild über das Meer glitzerte. Ein Seehund
tauchte auf, wie ein Gruß aus dem Meer. Ich bin
froh, wieder hier zu sein.

Das möchte ich malen, und ich weiß, dass ich
es nicht kann, wie das Haar Worte in die
Atmosphäre brennt, und wie es dann
barbarisch still wird.

Ich habe noch kaum je ein faszinierenderes Bild
gelesen, gelesen und an meiner inneren Wand
sehen können.

Hier finde ich den Unterschied zwischen dem
Ausdrucksvermögen von Sprache und Bild
wieder. Ich erinnere mich, wie viel spannender
und farbenfroher und vielschichtiger Winnetou
oder Lederstrumpf oder Doktor Schiwago als
Buch waren, wie verhältnismäßig enttäuschend
ich die Filme fand.

Ich lasse mir diesen Satz nochmals auf der
Zunge zergehen, schlürfe meinen Cafe, warte auf
eine Eingebung, stelle fest, dass ich bedürftig bin.

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